Archiv der Kategorie: Cannabinoide

bis Anfang 2019

Schaut man sich nun an, welche Länder Cannabis mittlerweile legalisiert haben oder dulden und welches Land sich immer noch schwer tut.

Dazu kommen noch die rechtlichen Patentvorschriften, das ein Naturprodukt nicht zur Patentanmeldung eingereicht werden kann. 😉 Asche auf das Haupt wer hier böses oder kommerziell denkt!

Die Quellen: Springer-Verlag Berlin Heidelberg, Berauschte Zeit von Yvonne Pörzgen, IST SUCHT EINE ERFINDUNG DER MODERNE? – Michael Masters, Welt.de, mz-web.de, diepresse.com, lto.de, zeit.de, hanfmuseum.de, folio.nzz.ch, Heroin: vom Arzneimittel zur Drogevon Michael de Ridder, hanfsamenladen.com, hanf-extrakte.com, dinafem.org, cbdsfinest.de, tagesanzeiger.ch

Forschungen

In den 70er Jahren begannen dann die ersten Forschungen im medizinischen Bereich, denn so ganz daneben konnten die alten Ägypter doch nicht liegen, oder? Ein brasilianischer Forscher konnte bereits 1973 herausfinden, dass CBD bei Epilepsie seine Wirksamkeit zeigt, indem er mehrere Tests an Tieren durchführte. Ende der 70er Jahre wurde das dann zum ersten Mal bei menschlichen Patienten durchgeführt und mit Erfolg abgeschlossen. Ca. 1974 ergab es sich zu Protokoll, dass CBD angstlösende Wirkungen aufweist, was darauf schließen lässt, dass CBD bei Angstzuständen und Psychosen helfen kann. Wirklich bahnbrechende Erkenntnisse, die nach heutigem Stand in ein komplettes Gegenteil gekippt wurden. Man ließ die Forschung erst einmal sacken und darauf beruhen.

Erst gegen Ende der 80er Jahre fingen Experten erneut an, das medizinische Potenzial der Pflanze genauer unter die Lupe zu nehmen. Und so kam es, dass Forscher um die Jahrtausendwende herausfanden, dass Cannabidiol ein wirksames Antioxidationsmittel ist und darüber hinaus auch noch neuroprotektive Eingeschalten aufweist. Was die Wissenschaftler zu der Erkenntnis brachte, dass Cannabis eine neuronale Degeneration hemmen kann und somit auch hilfreich bei Alzheimer oder Parkinson sein kann.

Obwohl die Erforschung von medizinischem Cannabis weiterhin rechtlichen Einschränkungen unterliegt, wurden in den letzten Jahren dutzende von Studien durchgeführt, die neue Erkenntnisse darüber lieferten, dass CBD zur Behandlung von Krankheiten geeignet ist.

Der Wirkstoff Cannabidiol, kurz CBD ist weder giftig noch psychoaktiv. Das fand Dr. Raphael Mechoulam während seiner langjährigen Forschungsarbeit in Tel Aviv heraus. Im Gegensatz zum allgemein bekannten THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBD weder berauschend, noch macht es süchtig.

Der Apotheker Manfred Fankhauser aus dem bernischen Langnau versorgt über 600 Patienten mit Cannabis-Öl. Als Manfred Fankhauser seine Doktorarbeit zum Thema „Haschisch als Medikament“ schrieb, erkannte er das gewaltige therapeutische Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden. Bald machte er sich einen Namen als „Cannabis-Experte“, den Ärzte und Patienten um Rat fragten. „Ich habe intensiv angefangen zu überlegen, wie ich Menschen, die leiden, helfen kann, legal zu ihrem Medikament zu kommen“, erinnert sich Fankhauser. Heute ist Fankhausers Bahnhof-Apotheke im bernischen Langnau die einzige Apotheke in der Schweiz, die berechtigt ist, Hanf anzubauen, dessen Blüten zu Tinkturen und Ölen zu verarbeiten und diese an Kunden zu verkaufen.Seit März 2017 dürfen Vertragsärzte schwer kranken Menschen auch in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben. Voraussetzungen für eine Verschreibung sind, dass alle bisherigen Standardtherapien nicht zur Heilung geführt haben und der Einsatz von Cannabis erfolgversprechend ist.

Industrieller Hanf

Die verwendeten industriellen Hanf Sorten haben einen THC Gehalt von weniger als 0,2%, was sie für den „berauschenden Konsum“ völlig ungeeignet machen. In Deutschland und der gesamten EU sind insgesamt 42 zertifizierte Sorten für den industriellen Anbau freigegeben, die das Kriterium von weniger als 0,2% THC Anteil erfüllen.

Zum ersten Mal wurden die Inhaltsstoffe Cannabinoide – Cannabidiol 1940 von einem Forscherteam der Fakultät für Chemie einer Universität in Illinois entdeckt, indem es aus einem Extrakt der Marihuana-Pflanze heraus extrahiert wurde. Witzigerweise wurde in dem Bericht damals behauptet, dass CBD sehr giftig sei, allerdings in der Pflanze selbst nicht aktiv.

Schließlich vergingen 23 Jahre, bis sich der Chemiker Raphael Mechoulam von der Hebräischen Universität in Jerusalem 1963 dazu entschied, das Thema noch einmal aufzurollen. Er und sein Forscherteam stellten die korrekte Molekülstruktur fest und feierten ca. 1 Jahr darauf gleich den nächsten Erfolg, während es ihnen erstmals gelang, THC zu isolieren und anschließend zusammen mit CBD zu synthetisieren. Ihnen ist es heute zu verdanken, dass es unseren Forschern möglich ist, die Wirkung und die medizinischen Bestandteile zu untersuchen.Beginnend in den USA der siebziger Jahre, erlebten sowohl Halluzinogene, als auch Auf- und Abputschmittel eine Modewelle bei erwachsen werdenden Jugendlichen.