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Forschungen

In den 70er Jahren begannen dann die ersten Forschungen im medizinischen Bereich, denn so ganz daneben konnten die alten Ägypter doch nicht liegen, oder? Ein brasilianischer Forscher konnte bereits 1973 herausfinden, dass CBD bei Epilepsie seine Wirksamkeit zeigt, indem er mehrere Tests an Tieren durchführte. Ende der 70er Jahre wurde das dann zum ersten Mal bei menschlichen Patienten durchgeführt und mit Erfolg abgeschlossen. Ca. 1974 ergab es sich zu Protokoll, dass CBD angstlösende Wirkungen aufweist, was darauf schließen lässt, dass CBD bei Angstzuständen und Psychosen helfen kann. Wirklich bahnbrechende Erkenntnisse, die nach heutigem Stand in ein komplettes Gegenteil gekippt wurden. Man ließ die Forschung erst einmal sacken und darauf beruhen.

Erst gegen Ende der 80er Jahre fingen Experten erneut an, das medizinische Potenzial der Pflanze genauer unter die Lupe zu nehmen. Und so kam es, dass Forscher um die Jahrtausendwende herausfanden, dass Cannabidiol ein wirksames Antioxidationsmittel ist und darüber hinaus auch noch neuroprotektive Eingeschalten aufweist. Was die Wissenschaftler zu der Erkenntnis brachte, dass Cannabis eine neuronale Degeneration hemmen kann und somit auch hilfreich bei Alzheimer oder Parkinson sein kann.

Obwohl die Erforschung von medizinischem Cannabis weiterhin rechtlichen Einschränkungen unterliegt, wurden in den letzten Jahren dutzende von Studien durchgeführt, die neue Erkenntnisse darüber lieferten, dass CBD zur Behandlung von Krankheiten geeignet ist.

Der Wirkstoff Cannabidiol, kurz CBD ist weder giftig noch psychoaktiv. Das fand Dr. Raphael Mechoulam während seiner langjährigen Forschungsarbeit in Tel Aviv heraus. Im Gegensatz zum allgemein bekannten THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBD weder berauschend, noch macht es süchtig.

Der Apotheker Manfred Fankhauser aus dem bernischen Langnau versorgt über 600 Patienten mit Cannabis-Öl. Als Manfred Fankhauser seine Doktorarbeit zum Thema „Haschisch als Medikament“ schrieb, erkannte er das gewaltige therapeutische Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden. Bald machte er sich einen Namen als „Cannabis-Experte“, den Ärzte und Patienten um Rat fragten. „Ich habe intensiv angefangen zu überlegen, wie ich Menschen, die leiden, helfen kann, legal zu ihrem Medikament zu kommen“, erinnert sich Fankhauser. Heute ist Fankhausers Bahnhof-Apotheke im bernischen Langnau die einzige Apotheke in der Schweiz, die berechtigt ist, Hanf anzubauen, dessen Blüten zu Tinkturen und Ölen zu verarbeiten und diese an Kunden zu verkaufen.Seit März 2017 dürfen Vertragsärzte schwer kranken Menschen auch in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben. Voraussetzungen für eine Verschreibung sind, dass alle bisherigen Standardtherapien nicht zur Heilung geführt haben und der Einsatz von Cannabis erfolgversprechend ist.